Die wirtschaftliche Situation der AW stellt sich sehr positiv dar. Der ausgewiesene Gewinn für 2009 beträgt rund
40.000 Euro. Der Wert der Gebäude und Grundstücke beträgt 1.435.432,12 Euro. Das Eigenkapital beträgt insgesamt rund
1.804.000 Euro. Davon sind 217.000 Euro aus Gewinnen erwirtschaftetes Eigenkapital, 757.000 Euro Eigenkapital durch
Genossenschaftseinlagen von Bewohnern von Projekten der AW, für die keine Gewinne ausgeschüttet werden und
die nur entnommen werden dürfen, wenn sie durch entsprechende Einlagen anderer oder neuer Bewohner ersetzt
werden und rund 830.000 Euro Genossenschaftseinlagen von Personen, die nicht in Projekten der AW wohnen. Da wir
damit über mehr Eigenkapital verfügen, als wir Gebäudebestand haben, haben wir einen Teil unserer Gelder dem
Ökozentrum und der Gemeinschaftssiedlung Neumühlen für deren Gemeinschaftshaus geliehen. Diese Gelder werden
in den nächsten Jahren zurück gezahlt, damit wir GenossInnen ausbezahlen können, die ihre Einlage zurück haben
möchten. Da inzwischen viele GernossInnen nach dem Ende der Eigenheimzulage-Zahlungen gekündigt haben, und wir
lange Kündigungsfristen haben, ergibt sich ein klares Bild für die nächsten Jahre.
Bis 2013 werden wir nicht auf Bankkredite angewiesen sein. Danach hat die AW immer noch ein Guthaben beim Ökozentrum
von über 100.000 Euro und eine Tilgungskapazität von ca. 40.000 Euro jährlich. Wir gehen davon aus, dass danach nur noch vereinzelt
gekündigt wird, weil viele der verbliebenen GenossInnen ihr Geld bewusst aus ethischen Gründen in der AllerWohnen angelegt
haben und mit 3% Gewinnausschüttung zufrieden sind. Es verbleiben dann 2013 noch etwa 370.000Euro externe Einlagen bei der AW.
Wenn nicht schneller gekündigt wird, als 40.000Euro jährlich, werden wir bis 2023 dann alle externen Genossenschaftseinlagen zurückzahlen können und sind mit unserem jetzigen Gebäudebestand praktisch komplett entschuldet. Sollte es zu einer schnelleren Kündigungsverhalten kommen, könnten wir auch alle Gelder theoretisch sofort (ab 2013) zurückzahlen und durch einen Bankkredit ersetzen, der bei dem jetzigen Zinsniveau bis 2025 abgezahlt wäre. Wir wären dann 2025 entschuldet. Wir behalten aber lieber mehr Genossenschaftseinlagen, da wir dadurch bessere Möglichkeiten haben, neue Projekte wie aktuell Allerhaus zu unterstützen. Insgesamt eine sehr entspannte Situation, zumal der Gebäudebestand der AllerWohnen aus inzwischen energetisch und ökologisch gut sanierten Wohnungen besteht. Ausserdem sind in der Kalkulation ausreichende Rücklagen für Instandhaltung der Gebäude und für Verwaltungstätigkeiten eingeplant. Das Anlagerisiko für GenossInnen schätzen wir daher als sehr gering ein.